Violett, ich bin sauer. Was heißt Du kannst nicht? Weißt Du, wie oft Du mir vorgeworfen hast, dass ich in dieser Beziehung den Rückzieher gemacht habe? Ok, Du hast es mir vielleicht nicht immer vorgeworfen, aber es war immer Thema. Überall ist es so rüber gekommen als ob ich derjenige gewesen wäre, der davongelaufen ist ohne zurück zu blicken, ohne Rücksicht auf Verluste. Violett, ich muss Dir jetzt etwas sagen, dass ich schon lange für mich behalten habe. Es gab zwei Gründe, warum ich nicht geblieben bin und einer davon war die Tatsache, das Du mich nie darum gebeten hast. Ich weiß, die Zeit war kurz und ich hab vielleicht auch nicht den Anschein gemacht als ob mir so viel daran liegen würde. Dazu stehe ich, ich hatte Angst - aber wie oft hab ich mir gewünscht, dass Du nur EIN Wort sagtest um mir zu zeigen, wie wichtig dir diese Sache zwischen uns ist, wie wichtig dir wäre ein Leben mit mir zu führen. Ich weiß bis heute nicht, ob ich ein guter Begleiter, Vater, etc. gewesen wäre. Das werde ich nie wissen, aber ich hab in Wahrheit nie die Chance bekommen es heraus zu finden. Bitte verstehe das hier nicht als Schuldzuweisung, aber vielleicht kann es Dich verstehen lassen, warum ich diesen Weg so zielstrebig gegangen bin. Ich hätte nicht der Mensch sein können, der von dir verlangt alles aufzugeben für ein Leben mit mir. Ich hätte nicht gewußt was für ein Leben ich Dir und deinen Kindern hätte bieten können. Es war nicht nur die Feigheit, es war an einem gewißen Punkt dieser Geschichte auch diese Unsicherheit gar nicht zu wissen ob dieser Weg gemeinsam bestreitbar ist, ob Du das überhaupt willst. Die Liebe, diese große Liebe, diese Herzensliebe, unsere Herzensliebe war sehr verlockend aber ich wollte nicht auf sie herein fallen, nicht ohne dieses Sicherheitsnetz von Dir. Auch wenn Du geweint hast, niemals kam ein Satz der mich wissen hätte lassen, dass Du Dir ernsthaft vorstellen kannst, dein Leben auf den Kopf zu stellen, einmal von oben nach unten durchmischen nur um aus deinem und meinem Weg UNSEREN Weg zu machen. Ich weiß nicht, wie ich reagiert hätte, aber ich hab, das gebe ich jetzt zu, darauf gewartet. Niemals hätte ich es mit meinem Gewissen vereinbaren können, wenn ich Dich aus Deiner Welt gerissen hätte und dann wäre das mit uns beiden vielleicht nicht gut gegangen. Diese Verantwortung, nicht nur für Dich und mich, sondern auch die Kindern, hätte ich nicht alleine tragen können. Meine Feigheit war ein großer Fehler, aber Deine leider auch...

ich hoffe Du lynchst mich jetzt nicht,
Jack, der eigentlich gar nicht mehr diskutieren mag, sondern dich einfach nur gern in den Arm nehmen würde...

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